Bundesgerichtsentscheid

mesures provisionnelles (relations personnelles)

5A_911/2025Entscheid vom 22.06.2026FamilienrechtOriginalsprache: FR

Zusammenfassung

Sachverhalt

Die Eltern zweier 2016 und 2020 geborener Kinder leben getrennt; wegen Hinweisen auf Alkohol- und Drogenkonsum des Vaters sowie des massiven Elternkonflikts wurde sein Kontaktrecht seit 2023 schrittweise geregelt und zunächst begleitet ausgeübt. Nach einer gerichtlichen Expertise vom April 2025, die bei den Kindern erhebliche Belastungen feststellte und die Abschaffung der Übernachtungen beim Vater empfahl, beantragte die Mutter vorsorglich eine Einschränkung des Besuchsrechts. Das Kantonsgericht Wallis beschränkte daraufhin das Besuchsrecht vorsorglich auf Besuche jeden Samstag ohne Übernachtung; dagegen gelangte der Vater ans Bundesgericht.

Erwägungen

Das Bundesgericht hielt fest, dass es sich um einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG handelt, weshalb nur genügend begründete Verfassungsrügen, namentlich Willkür nach Art. 9 BV, geprüft werden. Die Vorbringen des Vaters zur angeblich unbeachteten Videodatei und zu methodischen Mängeln der Expertise genügten den strengen Begründungsanforderungen weitgehend nicht oder zeigten keine offensichtlichen und klar erkennbaren Mängel des Gutachtens auf. Die Vorinstanz durfte sich willkürfrei auf die Expertise stützen, zumal deren Einschätzung teilweise durch weitere Akten bestätigt wurde, insbesondere durch Hinweise auf Trennungsängste, Schlafprobleme und Loyalitätskonflikte der Kinder sowie die zwischenzeitliche Empfehlung, Übernachtungen wegzulassen. Angesichts der festgestellten psychischen Belastungen der Kinder war es auch nicht unhaltbar, eine hinreichende Dringlichkeit für eine vorsorgliche Beschränkung des Besuchsrechts auf Tagesbesuche anzunehmen.

Entscheid

Die Beschwerde des Vaters wurde abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte. Die vorsorgliche Regelung mit Besuchsrecht des Vaters an jedem Samstag ohne Übernachtung und mit Übergaben über den Point Rencontre blieb bestehen.

Diese Zusammenfassung wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell durch Qualitätskriterien abgesichert. Sie ersetzt keine Lektüre des Originalentscheids. Massgeblich ist ausschliesslich die amtliche Quelle.

Originalentscheid beim Schweizerischen Bundesgericht öffnen →

Alle Entscheide aus Familienrecht ansehen

Verwandte Entscheide